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Weblog der Texterin Gisela Behrendt

Das Wort des Tages

Jeden Morgen sucht sich die junge Mattie aus ihrem Lexikon ihr Wort des Tages: reiz – bar, fahl, nach-le-sen oder mo-no-chrom. Denn Bildung ist ihr ganz persönliches Mittel auf dem Weg zur Befreiung aus einem Leben voller Armut, Gewalt und Gehorsam. Diesen beschreibt die Autorin Jennifer Donnelly in ihrem spannend und einfühlsam erzählten Roman mit dem Titel „Das Licht des Nordens“. Eine schöne Idee: Sie gliedert die einzelnen Kapitel mit dem jeweiligen Wort des Tages, das die Überschrift bildet.

Vor etwa hundert Jahren lebt Mattie mit ihrem Vater und ihren Geschwistern auf einer Farm in den amerikanischen North Woods. Für Frauen heißt es zu dieser Zeit noch: gehorchen und sich auf ein Leben als Frau und Mutter vorzubereiten. Doch Mattie liebt Bücher und möchte nur eines: schreiben. Um ihren Wortschatz zu vergrößern, liefert sie sich amüsante Wortgefechte mit ihrem schwarzen Freund Weaver, der ebenfalls eine Karriere – als Schwarzer! – anstrebt. Weiterlesen…

Liebesbriefe stehen wieder hoch im Kurs

Eine Person erzählte mir eines Tages triumphierend am Telefon: Ich habe Ihren Liebesbrief gelesen. Welch schreckliches Gefühl! Daran erinnere ich mich noch nach Jahren genau, obwohl sie dann sagte: Wirklich schön geschrieben. Immerhin ein kleiner Trost in dieser unmöglichen Situation. Denn Liebesbriefe scheuen eigentlich das Licht der Öffentlichkeit. Sie gehören nämlich zu den intimsten Korrespondenzen zwischen zwei Menschen, die niemanden etwas angehen. Sie erzählen uns mit immer neuen Worten von Sehnsucht, Treue, Leiden­schaft, Zweifeln, Sorgen, Schmerz und Abschied.

In einem Liebesbrief öffnet man sein Herz, lässt sich von seinen Gefühlen inspirieren und schreibt sich etwas von der Seele. Man ist schwach und verletzlich. In ihnen findet sich eine Art Geheimsprache zwischen den Liebenden, Koseworte – besonders anrührend ist es, wenn ein Gedicht zu lesen ist. Und so manches Mal rühren sie das Herz des/der Angebeteten so, dass man eine Antwort erhält. Und der Liebesbrief vielleicht aufbewahrt wird. Manchmal erleidet der Liebesbrief jedoch das Schicksal alles Irdischen: Er wird zerrissen und dem Feuer übergeben.

Lesen Sie weiter, wenn Sie an folgenden Punkten interessiert sind – den Text gibt es auch als Download

  1. Liebesbriefe berühmter Persönlichkeiten
  2. Der Zauber des Liebesbriefes entsteht immer neu – nicht nur am Valentinstag
  3. Anlässe für einen Liebesbrief
  4. Geschichte der Liebesbriefe: Brief als Kunstform
  5. 18. Jahrhundert: Liebesbrief als Kommunikationsmittel
  6. Liebesbrief im 20. Jahrhundert: Weltkriege bescheren Boom
  7. Neue Formen (und Ideen) von Liebesbriefen
  8. Tipps: Wie schreibt man einen Liebesbrief?

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Mache deinen Brotkasten selbst …

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Diesen Artikel habe ich gerade in der Wissensagentur von Alexandra Graßler gefunden:

Eine Studie belegt, dass nur 28 Prozent der deutschen Verbraucher die englischen Werbeslogans verstehen. So übersetzten die meisten den You-Tube-Slogan „Broadcast yourself“ mit „Mach deinen Brotkasten selbst“.

Rechtschreibprüfung online

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Sehr nützlich: Der Duden bietet  an, Ihren Text zu überprüfen. Rechtschreibe- und Grammatikfehler kann man auf diese Weise schnell beseitigen. Das geht ganz einfach: Text in einen Ordner kopieren, auf den Button „Korrigieren“ klicken. Nach ein paar Sekunden erscheinen die Fehler in grüner und roter Markierung. Die Textmenge ist auf 1.600 Zeichen begrenzt, das entspricht etwa einer Seite.

http://www.duden.de/deutsche_sprache/rechtschreibpruefung/

Übersetzungshelfer für Beamtendeutsch

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Haben Sie sich schon mal über die „Spontanvegetation“ geärgert? Oder über ein „Großgrün“? Sie verstehen nur Bahnhof? Dann geht es Ihnen wie vielen Bürgern, die einfach das Beamtendeutsch nicht verstehen. Trotz sprachlicher Bildung in Form des Abiturs.

Wer sich  eine lustige Reise durch die Behördensprache gönnen möchte, der sollte sich  Hinrich Lührsens Buch „Raumübergreifendes Großgrün – Der kleine Übersetzungshelfer für Beamtendeutsch“ zu Gemüte führen. Der Journalist hat dort jede Menge Beispiele gesammelt und in klarer Sprache erläutert.

Übrigens, hätten Sie die Lösung für das obige Behörden-Sprachrätsel gewusst? Unkraut. Und Baum. Wäre ja auch zu einfach. Weiterlesen…

Bei der Bahn spricht man wieder Deutsch

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Diesen Text von Mark Stöhr im Stern möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

Verkehrsminister Ramsauer hat seine Manager angewiesen, in Zukunft auf alle Anglizismen zu verzichten.  Aber ist es sinnvoll, das immer und überall zu tun?

Für  „Travel Management“  das Schild „Reisestelle“ zu verwenden, erscheint mir sinnvoll. Auch dass der Service-Point jetzt Informationsstelle heißt, begrüße ich. Doch wie sieht es aus mit solchen Begriffen wie „blitzbloggen“ für twittern oder Klapprechner für Laptop? Da finde ich, geht die Liebe zur deutschen Sprache zu weit. Denn wer nicht weiß, was sich hinter „twittern“ verbirgt, kennt auch den Begriff „blitzbloggen“ nicht.

Mehr dazu – auch Amüsantes – finden Sie hier:

http://www.stern.de/kultur/buecher/ramsauers-kampf-gegen-anglizismen-man-spricht-deutsch-1540459.html#utm_source=sternde-newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=wissen-05.02.2010

Textbeispiel: Pressetext „Kunst am Kreisel“

Immer wieder werde ich nach Textbeispielen gefragt. In loser Reihenfolge veröffentliche auf dieser Seite einige meiner Arbeiten.

Diesen Text schrieb ich für die Niederrheinseite der NRZ:

Autofahrer, kommst du zum Kreisverkehr Rees, der die Bundesstraßen 8 und 67 miteinander verbindet, reibst du dir verwundert die Augen. Du wähnst dich nah am Atomium, dem weltbekannten Brüsseler Wahrzeichen. Und das kurz hinter der Reeser Rheinbrücke? Nein, du hast dich nicht verfahren, sondern erblickst zum ersten Mal die Installation der Künstlerin Gisela Mewes  „Raum Zeit”. Die verleiht dem 08/15- Kreisverkehr seit dem Wochenende sein besonderes Gesicht. Das ist nicht gemütlich-niederrheinisch, sondern präsentiert sich ganz im futuristischen Stil. Die Kunst bei der Kunst: Zehn Meter hoch zu sein, 3,5 Tonnen wiegend und dabei doch so leicht und transparent zu wirken.

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Worte werden wieder wichtiger

In einem Artikel der Wirtschaftswoche habe ich mal Folgendes gelesen:  Unternehmen setzen durch eine falsche Wortwahl jährlich Millionen Euro in den Sand! Unglaublich, meine ich. Das heißt doch im Umkehrschluss:

Gute Texte helfen den Unternehmen dabei, Geld zu verdienen. Wow!

Wahrscheinlich kommt Ihnen dieses Beispiel bekannt vor: Eine Firma benötigt eine neue Webseite. Während sehr viel Wert auf eine gutes Layout, schöne Fotos und ein CMS-System gelegt wird, seufzt man zum Schluss dann: Ach, den Text muss auch noch jemand schreiben! Am besten kostenlos oder ganz günstig - daher erledigt das am besten die Grafikerin, der Praktikant oder der Webmaster so nebenbei. In besonderen Fällen auch mal die Chefin.  Denn Schreiben kann doch jeder? Wirklich?

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